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#wirsindnichtda

BLOSS NICHT KAPUTTSPAREN!

GUTES PROGRAMM BRAUCHT GUTE ARBEITSBEDINGUNGEN – HERAUS ZUM 1. MAI!

Wir – feste und freie rbb-Mitarbeiter*innen – fürchten um die Zukunft unseres rbb: Mit jeder Sparrunde verliert unser Programm an Qualität und Akzeptanz. Gleichzeitig steigt die Arbeitsbelastung: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Aufgaben schultern. Zugunsten eines „Alle-machen-alles“ werden Erfahrung und professionelle Kompetenzen entwertet – auf Kosten unserer Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und der Programmqualität. Währenddessen klopfen sich unsere Chefs unentwegt gegenseitig auf die Schulter und geben das knappe Geld für immer neue Führungspositionen und Renommierprojekte wie das „Digitale Medienzentrum“ aus. So geht es nicht weiter! Uns ist klar, dass der rbb in Zukunft nicht mehr Geld haben wird. Umso wichtiger ist es, die knappen Mittel klug und im Sinne der Beitragszahler zu investieren: In guten Journalismus und gute Arbeitsbedingungen, nicht in Prestigebauten und eine aufgeblähte Hierarchie.

Deshalb demonstrieren wir am 1. Mai um 11 Uhr vor dem rbb-Berlin, Fernsehsendezentrum in der Masurenallee 8-14.

Unsere Forderungen:

  • Schluss mit den Einsparungen und Kürzungen im Programm!
  • Geld für guten Journalismus statt für Prestigebauten und Chef*innengehälter!
  • Keine weitere Arbeitsverdichtung – Arbeit darf nicht krank machen!
  • Bestandsschutz für alle Freien! Weg mit der 5-Tage-Prognose!
  • Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit – egal ob fest oder frei!

 Wir alle spüren jeden Tag, wie der Druck zunimmt. Nur einige Beispiele:

  • Im „Crossmedialen Newscenter“ bleibt neben den beständigen Meetings und Abstimmungsrunden kaum noch Zeit für journalistische Inhalte. Die Folge: Erschöpfung und Frust bei den Mitarbeitenden statt besserem und aktuellerem Nachrichten-Output.
  • Etatkürzungen in der Kultur, der Wissenschaft und im Fernseh-Vorabend haben das Programmangebot drastisch schrumpfen lassen. Die Anzahl der freien Autor*innen hat sich nahezu halbiert – und damit auch die Programmvielfalt.
  • Auch bei den digitalen Formaten mangelt es an Ausstattung, Wertschätzung und beruflichen Perspektiven, wie 135 „Digitale“ jüngst in einem Brandbrief an die Geschäftsleitung beklagen. Probleme, die auch den „linearen“ Kolleg*innen wohlvertraut sind.
  • Statt die Expertise freier Kameraleute für das Programm zu nutzen, zahlt der rbb lieber hunderttausende Euro an Ausgleichszahlung – ein unfassbarer Mangel an Wertschätzung und eine nicht zu rechtfertigende Verschwendung von Beitragsgeldern.
  • Neu hinzugewonnene Freie in der Produktion dürfen nur noch an maximal fünf Tagen im Monat beschäftigt werden – ohne Anrecht auf Urlaubsentgelt oder Krankengeld. Davon kann niemand leben.

Gutes Programm braucht soziale Sicherheit und gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten!

Demonstrieren wir am 1. Mai gemeinsam für unsere Forderungen – und lassen uns dabei nicht in Feste und Freie spalten. Wir sind der rbb!